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Wettbewerb Aussichtsturm Bärenbücker Höhe ist entschieden!

Gegenstand des Wettbewerbs war der Entwurf eines ca. 50 m hohen Aussichtsturms im Rahmen des Masterplans "Cottbuser Ostsee" für den Sport- und Freizeitpark Teichland auf der Bärenbücker Höhe.

Der Aussichtsturm sollte nicht nur als ein weithin sichtbares, öffentlich zugängliches Wahrzeichen und dauerhaft faszinierendes Ausflugsziel konzipiert werden, sondern auch zukunftsweisende Ansätze der touristische Entwicklung der Region aufweisen.

Am Wettbewerb haben insgesamt 21 Studenteninnen bzw. Studententeams von drei Hochschulen teilgenommen.

Die Jury unter dem Vorsitz von Herrn Prof. Heinz Nagler entschied sich wie folgt:

1. Preis: Arbeit 1469; Daniel Slota, BTU Cottbus


Auszug aus der schriftlichen Beurteilung durch die Jury:
Der Vorschlag zur Gestaltung des näheren Umfeldes des Turmes, sowie die Integration der Anlage in das Gesamtkonzept Bärenbrücker Höhe wird vom Preisgericht positiv aufgenommen.

Das Vorfeld des Turmes wird in Form eines erhobenen Plateaus als Erholungsareal ausgelegt, welches zum Verweilen einladen soll. Ein ca. 3-4m hoher Hügel wird am Fuße des Turmes angelegt, aus dem sich der Turm erhebt. Der in den Erdsockel eingeschnittene Eingangsbereich inszeniert den Zugang zum Turm überzeugend.

Der Turm soll als formales Zitat und Interpretation der Kühltürme in Jänschwalde verstanden werden, zu welchen er in direktem Sichtbezug steht. Er variiert gekonnt deren Silhouette und Farbgebung. Die Basis bildet ein abgerundeter dreieckiger Stern, welcher sich über die Höhe zu einem abgerundetem sechseckigem Stern transformiert. Dabei zeichnet sich der Entwurf durch eine hohe Eleganz und einem innovativen konstruktiven Aufbau aus. Der positiv gesehene Kontrast und die Mehrschichtigkeit zwischen Oberfläche und Konstruktion ergibt ein lebendiges Muster, welches die Konstruktion des Turmes, insbesondere in der beleuchteten Nachtwirkung, unterstreicht.


2. Preis: Arbeit 1473; Anne Groß, BTU Cottbus



Auszug aus der schriftlichen Beurteilung durch die Jury:

Inspiriert von der Umgebung des Turmes, dem umliegenden Wald und der Unregelmäßigkeit des natürlichen Wachstums der Bäume, wird eine unregelmäßige Konstruktion des Tragwerkes mit schräg angeordnete geschosshohen Stahlrohrstützen angeboten. Dabei zeichnet sich der Turm durch große Zeichenhaftigkeit und Leichtigkeit in der Konstruktion aus. Formsicher wird die Konstruktion mit einer textilen Membran aus lichtdurchlässigem beschichteten Gewebe umhüllt, das zu einem strahlenden Erscheinungsbild, einer gelun-gene Landmarke bei Tag, wie bei Nacht führt.

Die dem Grundriss (in Tropfenform) folgende Treppe, führt den Besucher dicht an der Außenkonstruktion entlang, um das Tragwerk des Turmes erlebbar zu machen. Die Aussichtsplattformen werden durch Luftge-schosse erzeugt, wobei die Primärkonstruktion unverändert durchläuft, die Membran-Hülle aber unterbro-chen wird und somit der ungehinderte Ausblick möglich ist.

3. Preis: Arbeit 1462; Nguyen Dinh Vinh, Hochschule Wismar



Auszug aus der schriftlichen Beurteilung durch die Jury:

Der Turm besteht aus einer innenliegenden kreisrunden Stahlkonstruktion und einer holzverkleideten drei-eckigen Außenkonstruktion, die in sich verdreht - insgesamt um 60 Grad - wird.

Durch diese Wendelung der Fassade ergeben sich im Inneren des Turmes interessante Schattenwürfe, die vom Preisgericht gewürdigt werden. Neben seiner filigranen Gestalt birgt der Entwurf eine große Dynamik. Positiv beurteilt wird das spannungsreiche Spiel zwischen offenen und geschlossenen Partien des Lamel-lenkorsetts, die dadurch entstehenden lebendigen Moirés und die zu erwartende Akustik als „Turm der Win-de“. Die relativ monotone Wendeltreppe und die fehlenden Zwischenplattformen oder Bereiche für eine „Verschnaufpause“ während des 50m hohen Aufstiegs werden kritisch gesehen.

Die Erschließung des Turmes wirkt durch die einfache Öffnung der Lammelenkonstruktion eher ungelöst und bedarf einer Überarbeitung.

3. Preis: Arbeit 1478; Christian Schreiber, BTU Cottbus



Auszug aus der schriftlichen Beurteilung durch die Jury:
Ziel des Entwurfes ist es, einen Aussichtsturm zu kreieren, der weitestgehend geschlossen wirkt, aber im Innern einen starken offenen Charakter besitzt, was nach Ansicht des Preisgerichte auch gelungen ist.

Beim Besteigen des Turmes werden durch viele verschieden große und unterschiedlich geformte Öffnungen in der Fassade, überraschende Ausblicke auf die Landschaft frei. Dabei verfügt der Turm, obwohl aus massiven Betonfertig-teilen errichtet, über eine gewisse Leichtigkeit. Die unregelmäßig verteilten Öffnungen über die ganze Fassade, lassen in seinem Innern unterschiedlichste Raumerlebnisse entstehen. Der Aufstieg wird nach der Meinung des Preisgerichtes somit zum interessanten Erlebnis.



Download Masterplan
Cottbuser Ostsee
Masterplan Ostsee (pdf-Datei, 845 KB)
Landschaftsplan Ostsee (pdf-Datei, 705 KB)
Straßenplanung Ostsee (pdf-Datei, 374 KB)
Seekarte Ostsee (pdf-Datei, 405 KB)
Textteil Masterplan (pdf-Datei, 3,0 MB)

 

 



Ergebnisse zur Prozessplanung
"Parkway und Cottbus Strand"